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Einfaches Deployment mit dem deploybot

Wer ein paar einfache Webprojekte betreut, der installiert wahrscheinlich nicht gleich einen kompletten Continious Integration/Deployment Server wie z.B. Jenkins. Das Problem bei solchen Lösungen ist auch, dass man entweder einen hausinternen Server oder zumindestens einen online Testserver braucht, um dort ein entsprechendes Tool zu installieren.

Für meine bisherigen privaten Projekte war das auch immer ein wenig mit Kanonen auf Spatzen geschossen, da außer mir (bisher) niemand sonst an den Projekten mit gearbeitet hat. Zwar wird alles per Git und Github versioniert, aber ansonsten lief alles bisher sehr old-school mäßig ab: Änderungen merken, per FTP-Tool auf den Server hochladen, fertig. Die Nachteile dieser Art von Deployment kennt wohl jeder Entwickler. Man übersieht eine Datei oder lädt sie in der falschen Reihenfolge hoch und BUMM! Schon hat man es versaut und die Nutzer der Seite sind verärgert.

Deploybot to the rescue!

Auf der Suche nach einer besseren Lösung, die nicht gleich eine komplette Continious Integration Suite mit sich bringt, bin ich über den Dienst deploybot gestolpert (vormals bekannt als dploy.io). Dies ist ein Ableger von Beanstalk, ein Dienst der für Firmen einen zentralen Punkt zur Versionskontrolle, Deployment und Prüfung anbietet. deploybot konzentriert sich dagegen rein auf den Deployment-Prozess, also das live-bringen eines Webprojekts. Der Vorteil hier: man verbindet deploybot mit dem Code-Repository auf GitHub, der deploybot erkennt beim die Änderungen in dem Repository seit dem letzten Deployment-Prozess und kopiert dann auch nur die geänderten Datei von GitHub aus auf die Server. Das kann intern entweder per (S)FTP, Shell oder diverse Cloud-Dienste passieren.

Kosten

Der Dienst war früher für ein einzelnes Github-Repository kostenlos und wenn man einen entsprechend lange existierenden Account hat, ist das auch beibehalten worden. Als ganz neuer User muss man leider zwischen drei Tarifen von 15 bis 50 US-Dollar pro Monat entscheiden, die sich nur durch die Anzahl der verknüpfbaren Repositories unterscheiden. Das ist leider ein Nachteil für alle, die nur eine einzelne kleine Seite darüber deployen wollen.

Alternativen

Wen die Kosten abschrecken, der kann sich nach Alternativen wie zum Beispiel Codeship umschauen oder auch lokale Tools wie Deployer, die sich direkt an PHP-Entwickler wenden. Diese sind aber auch recht unterschiedlich in der Bedienung oder der Art des Deployment-Prozesses.

Ich habe das Glück, dass ich noch einen alten Account aus dploy.io Zeiten besitze. Sollte der irgendwann aber einmal nicht mehr ausreichen bzw. falls der seitens deploybot gekündigt werden sollte, werde ich mir dann auch eine andere Alternative suchen.

Einfaches Deployment mit dem deploybot
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